Konzept

 

Zur weiteren Förderung individueller Fähigkeiten im künstlerischen Bereich haben wir im Jahr 2010 zusätzlich die „Ich bin O.K.“ Dance Company gegründet. TänzerInnen mit fortgeschrittenem Können, soll im Rahmen der Company die Chance gegeben werden, in Zusammenarbeit mit professionellen KünstlerInnen an der Weiterentwicklung Ihrer künstlerischen Fähigkeiten zu arbeiten. Durch ein intensives Training in kleinen Gruppen entstehen in der Dance Company tänzerisch anspruchsvolle Choreographien sowie abendfüllende Tanztheaterproduktionen.

Durch unterschiedlichste Kooperationen mit internationalen ChoreographInnen, DramaturgInnen und KünstlerInnen ohne Behinderung setzen wir, in den von der Dance Company erarbeiteten Produktionen, immer wieder neue Impulse. Wir geben unseren TänzerInnen so die Möglichkeit mit renommierten Kulturschaffenden zusammenzuarbeiten, wodurch wir eine Verknüpfung mit der bestehenden etablierten Kunstwelt erzielen und Austausch fördern möchten. Unsere kulturelle Arbeit betrachten wir als offenen Prozess, der sich in ständigem Wandel befindet und vom Dialog lebt. Dabei nutzen wir externe Einflüsse der bestehenden künstlerischen Szene um die Kunstform Tanztheater durch innovative Ansätze weiterzuentwickeln und ein modernes, zeitgenössisches Programm zu erarbeiten.

Der Erfolg der „Ich bin O.K.“ Dance Company stellte sich schnell ein: Auftritte in Österreich (Wien, Innsbruck, Baden), sowie europaweit in Spanien, Deutschland, Albanien und Tschechien folgten. Bei diesen Auftritten zeigten wir u.a. „Moha in Dir“ (2010), „3 Geschichten über Freundschaft“ (2012), „Getrennt-Vereint“ (2014) sowie „Kein Stück Liebe“ (2016).

Durch die kontinuierliche Arbeit am tänzerischen Ausdruck und den zahlreichen öffentlichen Auftritten wird unseren TänzerInnen mit und ohne Behinderung die Chance gegeben ihre Persönlichkeit auf einem künstlerisch anspruchsvollen und professionellen Weg in den Mittelpunkt zu stellen. Denn auf der Bühne ist die Beeinträchtigung  nicht mehr das Thema. Im Vordergrund steht eine Form des Zusammenlebens ohne Vorurteile, Ausgrenzung und Benachteiligung.

Durch die interdisziplinäre Verbindung verschiedener Stilmittel, Tanztechniken und Darstellungsformen wollen wir Spartengrenzen überschreiten und so auch das allgemeine Interesse an unserer Kunstform fördern. Stets nahezu ausverkaufte Säle in renommierten Häusern wie dem Theater Odeon (Wien), dem ÖO Kulturquartier (Linz) oder auch dem Theater Akzent (Wien) zeigen, dass die Produktionen der Dance Company ein breites Publikum ansprechen.
Diese Öffentlichkeit ist sehr wichtig für unsere Arbeit, denn sie bedeutet schließlich nicht nur Respekt und Anerkennung für unsere TänzerInnen, sondern auch eine Schärfung des Bewusstseins für den künstlerischen Ausdruck von Menschen mit Behinderung.
Dadurch werden nicht nur künstlerische Handlungsspielräume erweitert, auch gesamtgesellschaftlich und sozialpolitisch gesehen bedeutet diese Entwicklung einen wichtigen Schritt in Richtung einer gleichberechtigten Gesellschaft.