Konzept

Dance Company Folder PDF Download

Zur weiteren Förderung individueller Fähigkeiten im künstlerischen Bereich haben wir im Jahr 2010 zusätzlich die „Ich bin O.K.“ Dance Company gegründet. TänzerInnen fortgeschrittenem Können soll im Rahmen dieses Projektes die Chance gegeben werden, in Zusammenarbeit mit professionellen KünstlerInnen an der Weiterentwicklung ihrer künstlerischen Fähigkeiten zu arbeiten. Durch ein intensives Training in kleinen Gruppen entstehen in der Dance Company anspruchsvolle Choreografien sowie abendfüllende Tanztheaterproduktionen.
Das Tanzstudio und die Dance Company verstehen wir dabei als zwei, sich ergänzende und sinnvoll nebeneinander existierende Projekte, durch die jedes Mitglied eine gezielte und auf die persönlichen Umstände abgestimmte Förderung erfahren kann. Die TänzerInnen können sich so auch  innerhalb unseres Vereins weiterentwickeln und sich mit wachsendem Können fortlaufend neuen Herausforderungen stellen. Die meisten TänzerInnen haben sich bereits viele Jahre im Studio im Bereich fortgebildet. Mit fortgeschrittenem tänzerischen Können und laufender Bühnenerfahrung  sind sie dann in die Company übergetreten.

 

In den regelmäßigen Kursstunden werden sie in unterschiedlichen Tanzstilen unterrichtet, wobei zeitgenössischer Tanz und Hip Hop Tanz die Schwerpunkte bilden. In diesen Techniken wird mit folgenden Inhalten gearbeitet: Hip Hop Oldschool Tanz: (Locking, Popping, Electric Boogaloo, Social Dance) Zeitgenössischer Tanz: (Limon und Release Techniken, Floorwork, Tanz und Contact Improvisation).

In allen Stunden werden zusätzlich Kräftigungs- und Dehnungsübungen eingebaut. Auch die Improvisation spielt in beiden Tanzstilen eine wesentliche Rolle und trägt maßgeblich zur Entfaltung der eigenen Ideen und des künstlerischen Ausdrucks bei.

Als wichtigen Bestandteil unserer Arbeit mit der Dance Company verstehen wir überdies das jährliche Sommer.Tanz.Camp in Gnadenwald. Während des zweiwöchigen Camps werden die im kommenden Jahr anstehenden Produktionen und Auftritte in einem sehr konstruktiven Rahmen erarbeitet.

Durch Kooperationen mit internationalen ChoreografInnen, DramaturgInnen und auch mit KünstlerInnen ohne Behinderung setzen wir in den von der Dance Company erarbeiteten Produktionen immer wieder neue Impulse. Wir geben unseren TänzerInnen so die Möglichkeit mit renommierten Kulturschaffenden zusammenzuarbeiten, wodurch wir eine Verknüpfung mit der bestehenden etablierten Kunstwelt erzielen und Austausch fördern. Durch die interdisziplinäre Verbindung verschiedener Stilmittel, Tanztechniken und Darstellungsformen wollen wir Spartengrenzen überschreiten und so auch das allgemeine Interesse an unserer Kunstform fördern.
Dabei nutzen wir externe Einflüsse der bestehenden künstlerischen Szene um die Kunstform Tanztheater durch innovative Ansätze weiterzuentwickeln und ein modernes, zeitgenössisches Programm zu erarbeiten.

Der Erfolg der „Ich bin O.K.“ Dance Company stellte sich schnell ein: Auftritte in Österreich (Wien, Innsbruck, Baden, Linz, Graz), sowie europaweit in Spanien, Tschechien, Deutschland, Belgien und auch Albanien folgten. Bei diesen Gelegenheiten zeigen wir u.a. „Moha in Dir“ (2010), „3 Geschichten über Freundschaft“ (2012) sowie „Getrennt-Vereint“ (2014), „Kein Stück Liebe“ (2016).

Stets nahezu ausverkaufte Säle in renommierten Häusern wie dem Theater für junges Publikum Dschungel Wien, dem Theater Odeon (Wien), dem ÖO Kulturquartier (Linz) oder auch dem Theater Akzent (Wien) zeigen, dass die Produktionen der Dance Company ein breites Publikum ansprechen. Diese Öffentlichkeit ist sehr wichtig für unsere Arbeit, denn sie bedeutet schließlich nicht nur Respekt und Anerkennung für unsere TänzerInnen, sondern auch eine Schärfung des Bewusstseins für den künstlerischen Ausdruck von Menschen mit Behinderung.

Große Meilensteine in der Arbeit der Company war die Teilnahme beim ImPulsTanz Festival 2016 und 2017 sowie er Eröffnungs- und Abschlussshow der Special Olympics World Winter Games 2017.

Dadurch werden nicht nur künstlerische Handlungsspielräume erweitert, auch gesamtgesellschaftlich und sozialpolitisch gesehen bedeutet diese Entwicklung einen wichtigen Schritt in Richtung einer gleichberechtigten Gesellschaft.